Heimat „to go“

Ein Stück Rheinland an der 1398 Haight Street

Kennt ihr das Gefühl? Man ist im Ausland und plötzlich stolpert man in irgendeiner Form über: Heimat.

Heimat ist vorwiegend ein Gefühl. Im sprachlichen Sinne für „Herkunft“ verwendet – wir kennen Begriffe wie Heimatland, Heimatort und Heimatverein – kann Heimat auch gegenständlich sein, vor allem in Form von Speisen und Getränken. Damit meine ich nicht das Schnitzel Wiener Art, das einen auf den Speisekarten der Welt zu verfolgen scheint, auch nicht die Bayerische Haxe, die Gertrud und Manfred selbst am Ballermann auf Mallorca mit Sauerkraut serviert wird.

Es geht vielmehr um diese unerwartete Freude, die einen erfüllt, wenn man ein heimisches Produkt in den Läden fremder Länder sieht (insbesondere Schwarzbrot, aber nicht in der Pumpernickel-Variante!) oder aber die Speisekarte Dich andernorts mit heimischen, regionalen Spezialitäten begrüßt. Die Heimat, die man im Herzen trägt, wird in diesem Moment ein kleines bißchen zur Realität. Man ist gefühlt für einen Moment zu Hause. Mit Familie, Freunden und Lagerfeuer. Baggersee und Eisdielen. Biergärten und Wald. Letztlich ist in einem solchen Fall der kulinarische Genuss zweitrangig. Ich könnte ohnehin nicht beurteilen, ob meine Sinneswahrnehmung nicht vor lauter Heimatgefühl getrübt ist und überhaupt eine aussagekräftige Beurteilung des gerade Verzehrten ermöglicht. Die Heimat, die man sich einverleibt, dient rein der Herbeiführung des beschriebenen Gefühls.

Heimat „to go“

Exakt so erging es mir im Magnolia Pub in San Francisco, Kalifornien. Ein Stück trinkbare rheinische Heimat an der Haight Street, Nummer 1398, gibt es dort in Form von Kalifornia Kölsch. Stilecht in der bekannten dünnen Stange serviert, floss gefühlt Gevatter Rhein meine Kehle entlang.

Aus Kalifornien war Köllefornia geworden. Zumindestens für die Dauer eines Kölschglases.

Wo: Magnolia Pub & Brewery, 1398 Haight Street, San Francisco, California
Wann: 11-22 Uhr (Montag-Donnerstag), 11-23 Uhr (Freitag), 10-23 Uhr (Samstag), 10-22 Uhr (Sonntag)

A piece of Rheinland on 1398 Haight Street

Do you know this feeling? You are abroad and suddenly, in any form, you stumple upon: Home.

Home is mostly an emotion. In a linguistic sense used for „origin“ – we know words such as home country, home town and home club –  home can also be objective and concrete, in particular when it comes  to food and drinks (I’m definitely a foodie!). Thereby, I do not mean the iconic Viennese Schnitzel or „Schnitzel Wiener Art“ (pork, instead of veal), which seems to chase you throughout the menus of this world, either the Bavarian pork knuckle, which is being served Getrud and Manfred even at Ballermann on Mallorca with Sauerkraut.

It is rather this unexpected joy, which fulfills you, if you spot a domestic product in shops abroad (especially Schwarzbrot, but not Pumpernickel!) or the menu elsewhere greets you with domestic, regional specialities. At this very moment, Home, kept at one’s heart, turns to reality. With family and  friends. Lakes and ice cream parlours. Beergardens and forest. In such a case, the culinary delight is secondary in the end. Anyhow, I couldn’t assess wether my sensory perception is clouded through all the sense and feelings of Home, allowing a meaningful evaluation of the just consumpted goods. Home, which is being incorporated, serves purely the causation of the feelings described.

Heimat „to go“

I felt exactly on my visit to  Magnolia Pub & Brewery  in San Francisco, California. You get a piece of drinkable, rhenish Home on 1398 Haight Street in form of Kalifornia Kölsch. Served in proper style in the well-known thin „Stange“, I felt godfather Rhein running down my throat.

California had become Köllefornia¹. At least as long my glass of Kölsch lasted.

Where: Magnolia Pub & Brewery, 1398 Haight Street, San Francisco, California
When: 11am-10pm (Monday-Thursday), 11am-11pm (Friday), 10am-11pm (Saturday), 10am-10pm (Sunday)

¹ You really can’t translate Köllefornia as „Kölle“ is a slang word for „Köln“, the city of Cologne, therefore I won’t try to do it.

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